
Am 28. August 2010 findet in meiner Heimatstadt Reinfeld in Schleswig-Holstein wieder der “Historische Markt” im Rathausgarten statt. Er beginnt um 11.00 Uhr und endet gegen 18.00 Uhr.
Und das Beste am Markt:
Die süße NaturalWorkinWoolyWitch Alvara alias “Die weltbeste Schraubzwinge” und ich werden am Markt mit eigenen kleinen Ständen teilnehmen! Jiiiiiiiiiiiiiiha!

Hier seht ihr einen von Hand geschnitzten Göttinnen-Anhänger im Stil der Venus von Willendorf.
Größe: ca. 4 cm
Material: Lindenholz
Geölt mit: Leinöl
Arbeitsaufwand: 4 Stunden


Hier seht ihr einen handgefertigten Göttinnen-Anhänger, welcher von mir aus Lindenholz hergestellt wurden. Dieser ist ca. 3,5 cm groß.
Nachdem die Göttin von Hand geschliffen und poliert wurde, habe ich sie über über Vollmond mit Leinöl aus kontrolliert biologischem Anbei geölt und magisch aufgeladen. Das Leinöl habe ich mit einigen 100 % reinen ätherischen Ölen versetzt. Durch das Leinöl kommt die wunderschöne Farbe des Lindenholzen intensiver zum Vorschein. Mich errinnert die Farbe des Holzes an warme Sonnenstrahlen, die auf ein reifes Kornfeld strahlen.
Der Arbeitsaufwand für diese schönen Göttinnen in einer anrufenden Haltung beträgt ca. 1 Stunde.

Am langen Wochenende war Jen bei mir zu besuch. Am Samstag fuhren wir zum Steingrab in der Nähe von Pöppendorf (Lübeck). Nachdem wir einen “Wikinger mit Pute” im Erdbeerfeld zum Frühstück vernascht hatten, kletterten wir waghalsig auf das Hünengrab, um im Sonnenschein zu werkeln und zu reden. Als wir oben auf den Steinen saßen frischte auf ein Mal der Wind auf und die Blätter der Bäume begannen laut zu rascheln. Für mich fühlte sich der warme Wind wie ein “Willkommen” an. Ich fühlte mich wie zu hause.
Beim Werkeln sind bei mir die abgebildeten Göttinnen aus selbsthärtendem Ton entstanden. Es war garnicht so einfach den Ton beim Formen dazu zu überreden einzureißen, um diese wunderschöne “antike” Optik zu erhalten.

In den 4 Stunden, die wir auf den Steinen sitzend verbrachten, begegneten uns viele Menschen, mit denen wir uns teilweise sehr nett unterhalten haben. Besonders Interessant war das Gespräch mit einem Pärchen und seinen beiden Kindern. Diese turnten flink auf den Steinen herum. Jen und ich fragten uns, wie sie das nur machten. Wir werden wohl doch alt.
Der Mann ist vom Restaurator und die Frau Korbflechterin. Von ihnen erhielten wir dem Tipp doch mal die Hompage Schlösser- und Burgeninventar zu besuchen, die mit einer umfangreiche Datenbank zum Thema Burgen, Schlösser, Wallburgen etc. nach Regionen sortiert aufwartet. Diesen Tipp möchte ich hiermit an euch weiter geben.

Achja. Jen und ich sind mitterweile davon überzeugt, dass in dem Grab ein Römer bestattet sein muss. Warum? Ganz einfach: Ich hatte die ganze Zeit einen Ohrwurm vom Miracoli-Werbe-Jingel, obwohl ich die Werbung seit Monaten nicht gesehen habe. Unverhofft doch sehr oft fing ich immer wieder an das Lied vor mich her zu summen. Das war wirklich schlimm… doch ein eindeutiges Indiz! 
Im Anschluss waren Jen und ich noch auf dem Künstlermarkt in Barnitz. Begeisterung und Kreativität sieht anders aus. Die einzigen Werke, die uns faszinierten, waren jene einen Klangkünstlers. Es hat uns viel Freude bereitet die Werke auszuprobieren und den entstehenden Klängen zu lauschen. Jen meinte, dass ich nächstes Jahr dort auch ausstellen sollte… wir werden sehen.
Auf jeden Fall habe ich mal wieder festgestellt, dass meine Preise im Discounterbereich liegen. Das sie unter dem liegen, was ich später zum Leben brauche, wurde mir dann auch gestern beim Besuch bei “Frau & Beruf” klar. Habe viele Faktoren, Steuern und Abgaben garnicht in die Preise einkalkuliert, da sie mir einfach nicht bekannt waren.
Dazu später aber mehr. 
Nachdem wir lecker gekocht hatten machten wir uns dann noch eine schöne DVD-Nacht und sahen “Der Klag des Herzens” und “Wie ein einziger Tag”. Ohhhh. Die Filme waren sooo schön! Jen und ich sind der Meinung, dass man Taschentücher gleich mitgeliefert bekommen sollte.
In der Karsthöhle “Hohle Fels” in der Schwäbischen Alb wurde im September 08 die bislang älteste bekannte Menschenfigur der Welt entdeckt. Gestern, am 13. Mai 2009, wurde die „Venus vom Hohle Fels“ in Tübingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Alter der 6 cm große Frauenstatuette wird auf 35.000 bis 40.000 Jahre geschätzt.
Die Figur wurde im unteren Bereich eines einen Meter starken, tonhaltigen Sedimentes gefunden. Dieses stammt und aus dem so genannten Aurignacien. Hierbei handelt es sich um einer der ältesten mit dem modernen Menschen in Verbindung gebrachten Kultur Europas. Die Radiokohlenstoffdaten des Fundgebietes umfassen einen Zeitraum von 31.000 bis 40.000 Jahren vor unserer Zeit. Weiter Fundstücke, die sich oberhalb des Bereiches in welchem die Figur gefunden wurde befanden, deuten darauf hin, dass das tatsächliche Alter der “Venus vom Hohle Fels” zu Beginn des Aurignacien anzusiedeln ist. Damit wäre sie ca 40.000 Jahre alt. Im Vergleich hierzu erscheint die bekannte “Venus von Willendorf” mit ihren 28.000 Jahren als rechter Jungspund.
Die Venus vom Hohle Fels wurde aus Mammutelfenbein geschnitzt. Sie ist von gebeugter Statur und verfügt über breite Schultern und Hüften. Ihre Taille ist etwas schmaler. Zwischen dem Brustansatz und dem Schamdreieck verlaufen mehrere waagerechte Linien, wovon sich einige auf der Rückseite fortsetzen. Es wird angenommen, dass hiermit Kleidung angedeutet werden sollte.
Wie bei anderen bekannten Venusfiguren wurden die Geschlechtsmerkmale besonders betont. So sind die großen Brüste, die Genitalien sowie das Gesäß detailliert dargestellt. Ebenfalls stellen die vernachlässigten Beine in ihrer kurzen sowie spitzen Form eine Paralelle zu anderen Funden dar. Abweichend zu anderen Statuetten sind die Beine der Venus vom Hohle Fels jedoch gespreitzt.
Anscheinend wurde damals kein Wert auf den Kopf der Venus gelegt, denn sie hat keinen… Stattdessen befindet sich dort eine sorgfältig geschnitzte Öse. Diese untermauert den Verdacht, dass die Figur als Anhänger getragen wurde.
Die Venus vom Hohle Fels ermöglicht eine vollkommen neue Sicht auf die Kunst des frühen Jungpaläolithikums und der Wiege unserer Kultur.
Vom 18. September 2009 bis 10. Januar 2010 wird die Venus als Hauptexponat in der großen Landesausstellung “Eiszeit - Kunst und Kultur” in Stuttgart zu sehen sein. *hmpf* Eigentlich ist das ja ganz schön weit weg, aber ich glaube, dass ich im Herbst die Ausstellung besuchen werde.
Bericht im Spiegel incl. Fotostrecke
Quelle: Nicholas J. Conard, Zeitschrift Nature, Bd. 459, Nr. 7244, “A female figurine from the basal Aurignacien deposits of Hohle Fels Cave in southwestern Germany”