Am Wochenende besuchte ich meine Seelenschwester in der Nähe von Berlin. Gemeinsam mit Jen, Olli, Thomas und Ramona verbrachte ich ( wie immer) ein sehr schönes Wochenende. Nachdem Jen und ich am Freitag eine emotionale Begegnung der dritten Art hatten ging es am Samstag durch das Berliner Umland.
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Vor einem Jahr hatten wir die Idee einen Kultplatzführer zu schreiben. Grund hierfür war die Besichtigung eines Steinkreises, des Thorsberger Moor sowie einer „heiligen Quelle“ in der Nähe von Süderbarup in Schleswig-Holstein. Als wir damals in dem Ort ankamen scherzte ich und meinte zu Jen, dass der Steinkreis bestimmt in einem Vorgarten liegt. Ich werde nie wieder so einen Scherz von mir geben!

Der Steinkreis lag direkt an einer Straße, links daneben ein Wohnhaus, rechts daneben Bahngleise sowie ein Motorradladen, ein älterer Herr mähte gerade seinen Rasen und vom Steinkreis hatte man einen grandiosen Blick auf die Industriegebäude des „Agrar-Teams“. In meinen Bücher sah der Ort wirklich klasse aus, aber dass, was wir vor fanden war absolut ernüchternd. Davon stand natürlich nichts in den Büchern und so fassten wir den Entschluss Kultplätze aufzusuchen und auch von solchen Gegebenheiten zu schreiben. Wenn etwas so schrecklich und traurig ist, kann man entweder lachen oder sich in eine Ecke setzten und weinen. Wir entschieden uns für letzteres, nachdem wir unsere Fassungslosigkeit überwunden hatten und der Tag damals wurde zu einer Härteprobe unserer Lachmuskulatur.
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Nachdem wir nämlich den Ort verlassen hatten und auf den „Bürgermeister“ trafen, der in seinem Rollator quer durch einen Kreisverkehr fuhr, wollten wir zur „heiligen Quelle“. Tja. Also. Äm. Ja. Was soll ich dazu sagen? Jen und ich sind immer noch der Meinung, dass es sich bei der heiligen Quelle eigentlich um die Drainageleitung des darüber liegenden Sportplatzes handelt. Die dort spielenden Kinder, die wir auf der Suche nach der „heiligen Quelle“ damals nach den Weg fragten, gingen jedoch davon aus, dass damit das Freibad gemeint ist, das auch zur „Heiligen Quelle“ heißt. Ein Älterer Herr wusste jedoch, was wir meinten und gab und den Hinweis: „Ihr müsst nur an der Entsorgungsstation vorbei fahren.

Wir entdeckten dann ein Schild „links Schwimmbad heilige Quelle“ „rechts Abfalleensorgungsstation“. Wobei das Schild auf deine freie Wiese zeigte…

Schlussendlich fanden wir direkt neben der Straße die „heilige Quelle“ und stellt fest, dass sie in einen Gulli fließt. In einen Gulli!!!
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Naja, an dem besagten Wochenende fuhren wir zunächste nach Berlin-Lübars und nahmen als erstes die Osterquelle, welche auch Marienquelle, genannt wird in Augenschein. Bei der Quelle handelt es sich um ein Heiligtum nordischen Liebesgöttin Lofn (slawisch: “Ljuba”). Naja… was soll ich dazu sagen? Landschaftlich sehr schön gelegen. Jen und ich sind davon überzeugt, dass wir diese Mal nicht auf die Drainageleitung eines Sportplatzes, sondern der Gülleableitung des darüber liegenden Feldes gestoßen sind.

Zumindest ließen die Farbe des Wasser nebst deren Ablagerungen darauf schließen. Aber es gibt dort viele schöne Gestüte. Irgendwie scheinen wir mit Quellen kein Glück zu haben.
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Danach ging es zur “dicken Marie” in der Nähe der Nordspitze des Tegeler Sees. Hierbei handelt es sich um die älteste Eiche Berlins. Sie soll seit 1192 dort stehen und damit über 900 Jahre alt sein.

Wir befürchten jedoch, dass sie nicht mehr lange leben wird, da sie fast ausschließlich aus einigen wenigen toten Ästen bestand und ihr Stamm teilweise sehr zerfressen ist. Das war wirklich traurig zu sehen, wobei sie von vielen Geschichten zu berichten wusste.

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Danach ging es zurück und wir verbrachten das restliche Wochenende mit spielen, singen, philosophieren, lachen, weinen und raunen.