Kategorie: ° Kult- & Kraftplätze

Kraftplätze in S-H: Pöppendorfer Hünengrab und Steinkreis

Am Samstag machte ich mich gemeinsam mit dem “Ex-Nordlicht-nun-Erzgebierge-Waldschrat-Besuch” auf den Weg nach Pöppendorf, um dort das Hünengrab sowie den Steinkreis in Augenschein zu nehmen. Pöppendorf liegt im slawischen Siedlungsgebiet kurz hinter Lübeck in Schleswig-Holstein.

Bevor wir das Hünengrab fanden, wanderten wir durch das angrenzende Wald- und Moorgebiet. Ein wunderschöner sowie energiereicher Ort, dessen Geschichten die vielen Hügelgräber, Bäume, das Moor und der Ringwall zu erzählen wissen.

hgkleinkomplett

Das jungsteinzeitliche Großsteingrab ist ca. 6 m lang und incl. Eingang 3,70 m breit. Es befindet sich im Zentrum eines Steinkreises aus  59 kleinen Findlingen mit einem Durchmesser von ca. 7-8 m.  Sein Alter wird auf 5.000 bis 6.000 Jahre geschätzt.

hgfarn

Sehr schön fand ich den Eingang, die so genannte “Holsteiner Kammer”. Wobei wir den Eindruck hatten, dass ein Trägerstein nachträglich eingefügt wurde bzw. gegen den ursprünglichen Stein ausgetauscht wurde. (Solltest du einml dort sein: der rötliche Stein auf der rechten Seite des Ganges.)
Der begehbare Innenraum des Hünengrabes ist ca. 4 m lang,  1,70 breit und  1,50 m hoch.

hgloewenzahn

Bereits als ich beim Steinkreis ankam war für mich klar, dass dies nicht mein letzter Besuch dort werden würde. Ich freue mich schon darauf einige meiner langen Trainingsläufe in den umliegenden Wäldern zu absolvieren und bin gespannt, was ich noch entdecken werde.
Sofern wir am Wochenende nicht Wetter habe (d.h. es trocken ist und die Sonne scheint), werde ich wohl am Freitag oder Samstag wieder hinfahren, um dort einige Göttinnen zu schnitzen und einfach zu genießen.

hghlklein

Von Kraftplätzen in Berlin und Schleswig-Holstein

Am Wochenende besuchte ich meine Seelenschwester in der Nähe von Berlin. Gemeinsam mit Jen, Olli, Thomas und Ramona verbrachte ich ( wie immer) ein sehr schönes Wochenende. Nachdem Jen und ich am Freitag eine emotionale Begegnung der dritten Art hatten ging es am Samstag durch das Berliner Umland.

…~*~…

Vor einem Jahr hatten wir die Idee einen Kultplatzführer zu schreiben. Grund hierfür war die Besichtigung eines Steinkreises, des Thorsberger Moor sowie einer „heiligen Quelle“ in der Nähe von Süderbarup in Schleswig-Holstein. Als wir damals in dem Ort ankamen scherzte ich und meinte zu Jen, dass der Steinkreis bestimmt in einem Vorgarten liegt. Ich werde nie wieder so einen Scherz von mir geben!

suederbarupkreis

Der Steinkreis lag direkt an einer Straße, links daneben ein Wohnhaus, rechts daneben Bahngleise sowie ein Motorradladen, ein älterer Herr mähte gerade seinen Rasen und vom Steinkreis hatte man einen grandiosen Blick auf die Industriegebäude des „Agrar-Teams“. In meinen Bücher sah der Ort wirklich klasse aus, aber dass, was wir vor fanden war absolut ernüchternd. Davon stand natürlich nichts in den Büchern und so fassten wir den Entschluss Kultplätze aufzusuchen und auch von solchen Gegebenheiten zu schreiben. Wenn etwas so schrecklich und traurig ist, kann man entweder lachen oder sich in eine Ecke setzten und weinen. Wir entschieden uns für letzteres, nachdem wir unsere Fassungslosigkeit überwunden hatten und der Tag damals wurde zu einer Härteprobe unserer Lachmuskulatur.

…~*~…

Nachdem wir nämlich den Ort verlassen hatten und auf den „Bürgermeister“ trafen, der in seinem Rollator quer durch einen Kreisverkehr fuhr, wollten wir zur „heiligen Quelle“. Tja. Also. Äm. Ja. Was soll ich dazu sagen? Jen und ich sind immer noch der Meinung, dass es sich bei der heiligen Quelle eigentlich um die Drainageleitung des darüber liegenden Sportplatzes handelt. Die dort spielenden Kinder, die wir auf der Suche nach der „heiligen Quelle“ damals nach den Weg fragten, gingen jedoch davon aus, dass damit das Freibad gemeint ist, das auch zur „Heiligen Quelle“ heißt. Ein Älterer Herr wusste jedoch, was wir meinten und gab und den Hinweis: „Ihr müsst nur an der Entsorgungsstation vorbei fahren.

schilder

Wir entdeckten dann ein Schild „links Schwimmbad heilige Quelle“ „rechts Abfalleensorgungsstation“. Wobei das Schild auf deine freie Wiese zeigte…

klein

Schlussendlich fanden wir direkt neben der Straße die „heilige Quelle“ und stellt fest, dass sie in einen Gulli fließt. In einen Gulli!!!

…~*~…

quelle

Naja, an dem besagten Wochenende fuhren wir zunächste nach Berlin-Lübars und nahmen als erstes die Osterquelle, welche auch Marienquelle, genannt wird in Augenschein. Bei der Quelle handelt es sich um ein Heiligtum nordischen Liebesgöttin Lofn (slawisch: “Ljuba”). Naja… was soll ich dazu sagen? Landschaftlich sehr schön gelegen. Jen und ich sind davon überzeugt, dass wir diese Mal nicht auf die Drainageleitung eines Sportplatzes, sondern der Gülleableitung des darüber liegenden Feldes gestoßen sind.

quelle2

Zumindest ließen die Farbe des Wasser nebst deren Ablagerungen darauf schließen. Aber es gibt dort viele schöne Gestüte. Irgendwie scheinen wir mit Quellen kein Glück zu haben. ;-)

…~*~…

dickemarie

Danach ging es zur “dicken Marie” in der Nähe der Nordspitze des Tegeler Sees. Hierbei handelt es sich um die älteste Eiche Berlins. Sie soll seit 1192 dort stehen und damit über 900 Jahre alt sein.

dickemariezerfressen

Wir befürchten jedoch, dass sie nicht mehr lange leben wird, da sie fast ausschließlich aus einigen wenigen toten Ästen bestand und ihr Stamm teilweise sehr zerfressen ist. Das war wirklich traurig zu sehen, wobei sie von vielen Geschichten zu berichten wusste.

dickemarievulva

…~*~…

Danach ging es zurück und wir verbrachten das restliche Wochenende mit spielen, singen, philosophieren, lachen, weinen und raunen.

Verwerkelt & zugehext läuft unter Wordpress 2.7.1
Anpassungen und Design by Lena basierend auf den Anpassungen und dem Design von: Gabis Wordpress-Templates
credits for brushes to Strangeangels and: Zatstyles