Kategorie: ~ Altarfiguren

Von Ton-Göttinnen und einem wunderschönen Weiber-Wochenende

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Am langen Wochenende war Jen bei mir zu besuch. Am Samstag fuhren wir zum Steingrab in der Nähe von Pöppendorf (Lübeck). Nachdem wir einen “Wikinger mit Pute” im Erdbeerfeld zum Frühstück vernascht hatten, kletterten wir waghalsig auf das Hünengrab, um im Sonnenschein zu werkeln und zu reden. Als wir oben auf den Steinen saßen frischte auf ein Mal der Wind auf und die Blätter der Bäume begannen laut zu rascheln. Für mich fühlte sich der warme Wind wie ein “Willkommen” an. Ich fühlte mich wie zu hause.
Beim Werkeln sind bei mir die abgebildeten Göttinnen aus selbsthärtendem Ton entstanden. Es war garnicht so einfach den Ton beim Formen dazu zu überreden einzureißen, um diese wunderschöne “antike” Optik zu erhalten.

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In den 4 Stunden, die wir auf den Steinen sitzend verbrachten, begegneten uns viele Menschen, mit denen wir uns teilweise sehr nett unterhalten haben. Besonders Interessant war das Gespräch mit einem Pärchen und seinen beiden Kindern. Diese turnten flink auf den Steinen herum. Jen und ich fragten uns, wie sie das nur machten. Wir werden wohl doch alt. ;-) Der Mann ist vom Restaurator und die Frau Korbflechterin. Von ihnen erhielten wir dem Tipp doch mal die Hompage Schlösser- und Burgeninventar zu besuchen, die mit einer umfangreiche Datenbank zum Thema Burgen, Schlösser, Wallburgen etc. nach Regionen sortiert aufwartet. Diesen Tipp möchte ich hiermit an euch weiter geben.

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Achja. Jen und ich sind mitterweile davon überzeugt, dass in dem Grab ein Römer bestattet sein muss. Warum? Ganz einfach: Ich hatte die ganze Zeit einen Ohrwurm vom Miracoli-Werbe-Jingel, obwohl ich die Werbung seit Monaten nicht gesehen habe. Unverhofft doch sehr oft fing ich immer wieder an das Lied vor mich her zu summen. Das war wirklich schlimm… doch ein eindeutiges Indiz! ;-)
Im Anschluss waren Jen und ich noch auf dem Künstlermarkt in Barnitz. Begeisterung und Kreativität sieht anders aus. Die einzigen Werke, die uns faszinierten, waren jene einen Klangkünstlers. Es hat uns viel Freude bereitet die Werke auszuprobieren und den entstehenden Klängen zu lauschen. Jen meinte, dass ich nächstes Jahr dort auch ausstellen sollte… wir werden sehen. ;-) Auf jeden Fall habe ich mal wieder festgestellt, dass meine Preise im Discounterbereich liegen. Das sie unter dem liegen, was ich später zum Leben brauche, wurde mir dann auch gestern beim Besuch bei “Frau & Beruf” klar. Habe viele Faktoren, Steuern und Abgaben garnicht in die Preise einkalkuliert, da sie mir einfach nicht bekannt waren. :-( Dazu später aber mehr. ;-)
Nachdem wir lecker gekocht hatten machten wir uns dann noch eine schöne DVD-Nacht und sahen “Der Klag des Herzens” und “Wie ein einziger Tag”. Ohhhh. Die Filme waren sooo schön! Jen und ich sind der Meinung, dass man Taschentücher gleich mitgeliefert bekommen sollte.

Göttinnen im Stil der Venus von Willendorf aus Alabasta / Speckstein

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Hier seht ihr eine kleine Auswahl an von mir handgefertigten Göttinnen im Stil der Venus von Willendorf. Die Göttinnen wurden aus Alabasta / Speckstein geschnitzt und sind ca. 11 - 12,5 cm groß.
Nachdem sie von Hand geschliffen und poliert wurden, werden sie über einen Mondzyklus mit magisch aufgeladenen Jojobaöl gesalbt. Auch das Schnitzen erfolgt unter Beachtung der Mondphasen. Einige der abgebildeten Göttinnen befinden sich noch im Salbungsprozess, wodurch die Farben des Steins noch nicht in ihrer vollen Schönheit zur Geltung kommen.
Der Arbeitsaufwand für diese schönen Göttinnen beträgt 4-5 Stunden.

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Die Original Venus von Willendorf ist eine ca. 25.000 Jahre alte Venusfigur aus Kalkstein und ca. 11 cm groß. 1908 wurde die heute wohl bekannteste Venus-Darstellung bei Bauarbeiten in Willendorf (Österreich) gefunden.
Bei der Venus von Willendorf handelt es sich um die Darstellung einen nackten, vollschlanken Frau mittleren Alters. Die Figur war ursprünglich vermutlich mit Rötel bemalt. Bei Rötel handelt es sich um eine rötliche Mineralfarben, welche aus Ton und Hämatit besteht.
Über die Symbolik dieser Figur gibt es in Forscherkreisen sehr unterschiedliche Meinungen. Weitverbreitet ist die Ansicht, dass es sich bei der Venus von Willendorf um ein Fruchtbarkeitssymbol handelt. Manche Menschen sehen in ihr die Darstellung einer Göttin oder auch die Verkörperung der Mutter Erde. Andere Kreise bezweifeln diese Interpretationen und sehen in ihr lediglich ein Mahnmal für steinzeitliches Konsumdenken und Egoismus. Beim Lesen mancher Interpretationen kommt in mir persönlich der Gedanke auf, dass einige Forscher es vielleicht auch einfach nicht verkraften können, dass es Zeiten gegeben haben kann, in denen Frauen verehrt wurden, und nicht, wie in den letzten Jahrhunderten unser christlich geprägten Kultur, der Mann im Zentrum religiöser sowie gesellschaftlicher Vorstellungen stand.
Das Einzige, was wir jedoch mit Sicherheit sagen können ist, dass wir niemals erfahren werden, was ihr Schöpfer in ihr gesehen hat und was sie für ihn bedeutete. Wie können wir nun mit diesem Geschenk unserer Ahnen umgehen? Wir können sie ansehen, sie anfassen, sie fühlen und für uns sagen, wie sie uns in der Tiefe unseres Selbst berührt, oder eben auch nicht. Wichtig ist letztendlich nur, was du in ihr siehst.
Ich liebe diese Darstellung einer Frau! Ich sagte vor einiger Zeit zu einer Freundin: “Ich stehe gerade auf fette Frauen.” Ich sehe in der Venus von Willendorf Liebe. Liebe zum Leben. Liebe zum anders sein. Liebe zu sich selbst. Ich sehe in ihr die Fülle des Lebens. Die Fülle an verschiedenen Facetten und Wege. Die Fülle mit der uns unsere Mutter Erde versorgt. Die Fülle ihrer Schätze. Was siehst du in ihr?

Eines möchte ich noch zu bedenken geben: In unserer Zeit gelten (mager) Models oftmals als Idealbild der Frau. Mich würde interessieren, welches Model in 25.000 Jahren noch so bekannt sein und die Gemüter Tausender noch immer bewegen wird. Mich würde interessieren, was Forscher in 25.000 Jahren über eine Bar-bie-Puppe sagen würden, wenn sie sie finden. Würden sie sie für ein Fruchtbarkeitssymbol halten oder sich fragen, wie die ehemalige Bevölkerung dieses Planetens überhaupt laufen konnten?

Göttin im Stil der Venus von Laussel aus Alabasta / Speckstein

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Hier seht ihr eine weitere Altarfigur: Eine Göttin im Stil der Venus von Laussel.

Die Göttin wurde mir aus blau-grünlichem Alabasta / Speckstein geschnitzt und ist ca. 21 cm groß. Sie wurde noch nicht gesalbt, wodurch die Farben des Steins auf dem Foto noch nicht in ihrer vollen Schönheit zur Geltung kommen. Ich habe bewusst nicht den kompletten Stein abgeschliffen, da die oberste Schicht einen schönen rot-silbernen Schimmer aufweißt, den ich erhalten wollte. Dieser soll auch als Blickfang beim Horn und den Brüsten dienen.

Die Original Venus von Laussel ist eine ca. 20.000 Jahre alte Venusfigur aus Kalkstein und ca. 50 cm groß. In der rechten Hand hält sie ein Horn, welches mit 13 Einkerbungen verziert ist. Einige Menschen (ich gehöre dazu ;-) ) glauben, dass diese für die 13 Mond- und weiblichen Zyklen im Jahr stehen. Zudem gehen einige davon aus, dass das Horn an sich ein Symbol für den Mond ( in Anlehnung an eine Mondsichel) ist. Die linke Hand der Venus ruht auf ihrer Gebärmutter, was als ein weiteres Zeichen auf die Verbindung zur Weiblichkeit angesehen werden kann.
Das Venusrelief war mit Ocker bemalt und wurde 1911 in der Höhle von Laussel (Frankreich) gefunden.

Der Arbeitsaufwand für diese schöne Göttinnen betrug ca. 4 Stunden.

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Anrufende Göttinnen aus Alabasta / Speckstein

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Hier seht ihr eine kleine Auswahl an handgefertigten Göttinnen, welche von mir aus Alabasta / Speckstein geschnitzt wurden. Die Göttinen auf dem Foto sind zwischen ca. 7  bis ca. 9 cm groß, wobei ich auch größere anfertige.
Nachdem sie von Hand geschliffen und poliert wurden, werden sie über einen Mondzyklus mit magisch aufgeladenen Jojobaöl gesalbt. Auch das Schnitzen erfolgt unter Beachtung der Mondphasen. Der Großteil der abgebildeten Göttinnen befindet sich noch im Salbungsprozess, wodurch die Farben des Steins noch nicht in ihrer vollen Schönheit zur Geltung kommen.
Der Arbeitsaufwand für diese schönen Göttinnen beträgt 1,5-2,5 Stunden.
Die Göttinnen befinden sich in einer anrufenden Position und finden ihren Platz als kleine Altarfiguren. Für den Laden fertige ich ihre kleineren Schwestern auch als Anhänger an.

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Schwangere Göttin aus Alabasta / Speckstein

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Hier seht ihr meine allererste Altarfigur: Eine schwangere Göttin - vermutlich schon im 10. Monat ;-).

Die Göttin wurde von mir aus blau-grün-schwarz marmoriertem Alabasta / Speckstein geschnitzt und ist ca. 13,5 cm groß. Diese Firgur entstand im Sommer 2005 innerhalb eines Zeitraums von 3-4 Monaten. Ich weiß noch, wie ich stundenlang an einem meiner Kraftplätze in der Sonne saß und mit ihr werkelte, wie Rehe in der Abenddämmerung auf die Lichtung kamen und ich sie andächtig beobachtete. *hmmmm*
Naja, da ich damals nur einen Teppichkutter als Arbeitswerkzeug besaß und überhaupt keine Ahnung hatte, wie man Speckstein bearbeitet, brauchte ich für die Anfertigung dieser Göttin ca. 80 Stunden… Tja, gut Ding will Weile haben… oder so ;-) . Heute möchte ich jedem Anfänger nahelegen, dass ein Teppichkutter nicht umbedingt das geeignete Werkzeug zur Steinbearbeitung darstellt. Wobei - im Grunde kann man sich dann die Weihe im Anschluss sparen - Blut soll bekannter Weise ja eine sehr enge Bindung herstellen. Eine oder zwei Großfamilienpackungen Pflaster sowie Desinfektionsmittel sollten dann jedoch zur Schnitzausrüstung gehören und man sollte nicht zimperlich sein, wenn man sich das Messer aus der Hand ziehen muss. Göttin, bin ich froh, dass noch alle Finger dran sind und diese Zeiten vorbei sind! Aber lehrreich war es auf jeden Fall. ;-)

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Wie man vielleicht sieht, stand ich schon damals auf schöne knackige Hintern ;-) . Auch heute gestalte ich meinen kleinen Göttinnen mit Vorliebe ein schönes runden Gesäß.

Verwerkelt & zugehext läuft unter Wordpress 2.7.1
Anpassungen und Design by Lena basierend auf den Anpassungen und dem Design von: Gabis Wordpress-Templates
credits for brushes to Strangeangels and: Zatstyles