Archiv: April 2009

Wurzelgöttin ~ Awakening ~ Das Erwachen

wurzelgoettin

Im Herbst war ich bei einer lieben Freundin zu Besuch. Gemeinsam waren wir abends im Wald und haben von umgestürzten Bäumen Wurzeln gesammelt. Über den Winter habe ich diese getrocknet. Heute abend saß ich auf meinem Balkon, genoß die Sonnenstrahlen und habe die erste Wurzelgöttin geschnitzt. Ich habe darauf geachtet den natürlichen Linien der Wurzel zu folgen und ihre Formen zu nutzen, um die Göttin aus ihr zum Vorschein kommen zu lassen. Ohne ein Ziel vor Augen ließ ich dass Messer durchs Holz gleiten und mich von der Wurzel leiten. Das Ergebnis seht ihr auf den Fotos. Der Oberkörper der Göttin erinnert mich an die Flamme einer Kerze oder an eine junge Pflanze, die im Erdreich zunächst ihre Wurzeln bildete, um sich dann ans Tageslicht empor zu kämpfen und nun erwacht. Im unteren Bereich habe ich Teile der dunklen inneren Rindenhaut als Farbspiel belassen.

Ich hoffe, dass sie euch gefällt - ich finde sie klasse!

wurzelgoettinoben

Göttin-Anhänger im Stil der Venus von Willendorf aus Linden-Holz

venuslinde

Juchu! Meine erste Schnitzerei aus Holz ist fertig geworden! Der handgefertigte Göttinnen-Anhänger im Stil der Venus von Willendorf ist ca. 4 cm groß. Geschnitzt habe ich ihn aus Lindenholz, welches ich in meinem Lieblingskünstlerladen geschenkt bekommen habe.

venuslinde1

Die Linde ist mit ihren herzförmigen Blättern der Baum der Liebenden und wird u.a. der Göttin Freya zugeordnet. Sie steht für Heim und Heimat, für Liebe, Wärme und Geborgenheit. In früheren Zeiten stand meistens eine Linde in der Mitte eines Dorfes. Sie war der Ort, an dem das Dorf gesellig zusammen kam und unter ihren Blättern feierte. Die Linde verbreitet Freude und Friede, wie bereits Martin Luther schrieb. Urkunden belegen, dass unter ihr auch Gericht gehalten wurde. Dies hängt damit zusammen, das der weit verbreitete Glaube vorherrschte, dass unter einer Linde die Wahrheit ans Licht treten würde. Die Linde ist ein wunderschöner Baum mit besonderen energetischen Qualitäten. Das Holz ist wie geschaffen dafür um aus ihm Göttinnen zu fertigen.

venusschatten

Der Arbeitsaufwand für diese besondere Göttin betrugt ca. 3 Stunden. Daher werde ich wohl auch nicht viele Göttinnen schnitzen können. *hmmmm*

Weiter Informationen zur Original Venus von Willendorf findest du hier .

Chant: Isis, Astarte, Diana, Hecate, Demeter, Kali, Innana

Ich habe heute durch Zufall auf einer amerikanischen Page eine sehr schöne Version des Goddess-Chant gefunden. Das “Video” dazu ist zwar nicht umbedingt mein Fall, aber der Gesang ist super schön. Das wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Also, lehnt euch zurück und genießt!

Obwohl dieser Chant sehr einfach ist zählt er zu meinen Liebsten. Beim chanten kleidet er mich in einen Mantel der Wärme, spendet Trost und Sicherheit. Er bringt mich zum Lachen und lichtet die Nebel zur Anderswelt.

Von Kraftplätzen in Berlin und Schleswig-Holstein

Am Wochenende besuchte ich meine Seelenschwester in der Nähe von Berlin. Gemeinsam mit Jen, Olli, Thomas und Ramona verbrachte ich ( wie immer) ein sehr schönes Wochenende. Nachdem Jen und ich am Freitag eine emotionale Begegnung der dritten Art hatten ging es am Samstag durch das Berliner Umland.

…~*~…

Vor einem Jahr hatten wir die Idee einen Kultplatzführer zu schreiben. Grund hierfür war die Besichtigung eines Steinkreises, des Thorsberger Moor sowie einer „heiligen Quelle“ in der Nähe von Süderbarup in Schleswig-Holstein. Als wir damals in dem Ort ankamen scherzte ich und meinte zu Jen, dass der Steinkreis bestimmt in einem Vorgarten liegt. Ich werde nie wieder so einen Scherz von mir geben!

suederbarupkreis

Der Steinkreis lag direkt an einer Straße, links daneben ein Wohnhaus, rechts daneben Bahngleise sowie ein Motorradladen, ein älterer Herr mähte gerade seinen Rasen und vom Steinkreis hatte man einen grandiosen Blick auf die Industriegebäude des „Agrar-Teams“. In meinen Bücher sah der Ort wirklich klasse aus, aber dass, was wir vor fanden war absolut ernüchternd. Davon stand natürlich nichts in den Büchern und so fassten wir den Entschluss Kultplätze aufzusuchen und auch von solchen Gegebenheiten zu schreiben. Wenn etwas so schrecklich und traurig ist, kann man entweder lachen oder sich in eine Ecke setzten und weinen. Wir entschieden uns für letzteres, nachdem wir unsere Fassungslosigkeit überwunden hatten und der Tag damals wurde zu einer Härteprobe unserer Lachmuskulatur.

…~*~…

Nachdem wir nämlich den Ort verlassen hatten und auf den „Bürgermeister“ trafen, der in seinem Rollator quer durch einen Kreisverkehr fuhr, wollten wir zur „heiligen Quelle“. Tja. Also. Äm. Ja. Was soll ich dazu sagen? Jen und ich sind immer noch der Meinung, dass es sich bei der heiligen Quelle eigentlich um die Drainageleitung des darüber liegenden Sportplatzes handelt. Die dort spielenden Kinder, die wir auf der Suche nach der „heiligen Quelle“ damals nach den Weg fragten, gingen jedoch davon aus, dass damit das Freibad gemeint ist, das auch zur „Heiligen Quelle“ heißt. Ein Älterer Herr wusste jedoch, was wir meinten und gab und den Hinweis: „Ihr müsst nur an der Entsorgungsstation vorbei fahren.

schilder

Wir entdeckten dann ein Schild „links Schwimmbad heilige Quelle“ „rechts Abfalleensorgungsstation“. Wobei das Schild auf deine freie Wiese zeigte…

klein

Schlussendlich fanden wir direkt neben der Straße die „heilige Quelle“ und stellt fest, dass sie in einen Gulli fließt. In einen Gulli!!!

…~*~…

quelle

Naja, an dem besagten Wochenende fuhren wir zunächste nach Berlin-Lübars und nahmen als erstes die Osterquelle, welche auch Marienquelle, genannt wird in Augenschein. Bei der Quelle handelt es sich um ein Heiligtum nordischen Liebesgöttin Lofn (slawisch: “Ljuba”). Naja… was soll ich dazu sagen? Landschaftlich sehr schön gelegen. Jen und ich sind davon überzeugt, dass wir diese Mal nicht auf die Drainageleitung eines Sportplatzes, sondern der Gülleableitung des darüber liegenden Feldes gestoßen sind.

quelle2

Zumindest ließen die Farbe des Wasser nebst deren Ablagerungen darauf schließen. Aber es gibt dort viele schöne Gestüte. Irgendwie scheinen wir mit Quellen kein Glück zu haben. ;-)

…~*~…

dickemarie

Danach ging es zur “dicken Marie” in der Nähe der Nordspitze des Tegeler Sees. Hierbei handelt es sich um die älteste Eiche Berlins. Sie soll seit 1192 dort stehen und damit über 900 Jahre alt sein.

dickemariezerfressen

Wir befürchten jedoch, dass sie nicht mehr lange leben wird, da sie fast ausschließlich aus einigen wenigen toten Ästen bestand und ihr Stamm teilweise sehr zerfressen ist. Das war wirklich traurig zu sehen, wobei sie von vielen Geschichten zu berichten wusste.

dickemarievulva

…~*~…

Danach ging es zurück und wir verbrachten das restliche Wochenende mit spielen, singen, philosophieren, lachen, weinen und raunen.

Verwerkelt & zugehext läuft unter Wordpress 2.7.1
Anpassungen und Design by Lena basierend auf den Anpassungen und dem Design von: Gabis Wordpress-Templates
credits for brushes to Strangeangels and: Zatstyles