Archiv: Juni 2009

Lange, lange …

… habt ihr nicht neues von mir gehört. Die letzten Wochen habe ich mich weiter durch den Informationsdschungel gewühlt, an Informationsveranstaltungen teilgenommen und natürlich gewerkelt. In erster Linie bin ich momentan am Schnitzen. Ich werde morgen Bilder von einigen neuen Werken online stellen.

Ansonsten war ich vor 3 Wochen übers Wochenende mal wieder bei Jen in Berlin. Zusammen mit Freunden waren wir auf dem Zita-Rock Festival. Bei strahlendem Sonneschein lauschten wir grandiosen Bands wie Project Pitchfork und Unheilig. Der Auftritt von Project Pitchfork war für mich als alter “Pitchi” natürlich der Höhepunkt und Genuss sowie Lebenslust pur. Als die ersten Töne von “God wrote” erklangen, gab es für mich kein Halten mehr. Es wurde getanzt und gesungen, was die “alten” Knochen sowie die Lunge hergab.
Mit Jens 13 jährigen Sohn konnte ich den Auftritt von Unheilig dann fast ganz vorne mit verfolgen. Leider blieb der Rest der Truppe hinten Stecken, was ich richtig schade fand. Riesig freute ich mich darüber, dass auch mein Lieblingslied “Spiegelbild” gespielt wurde.

Letztes Wochenende besuchte ich in der Nähe von Hannover eine Freundin. Gemeinsam mit vielen anderen lieben Menschen feierten wir Litha. Leider war das Johanniskraut noch nicht so weit und so haben wir die traditionelle Herstellung von Johanniskrautblütenöl erst einmal verschoben.
Beeindruckend war die Feuershow von Stefan und Uwe am Samstagabend. Einige Bilder seht ihr auf Stefans Homepage. Es war sooo schön viele Freunde endlich mal wiederzusehen! Ich könnte euch alle einfach nur knutschen. Es ist so schön, dass es euch gibt!

Was gibt es noch neues? Achja, ich habe wieder angefangen regelmäßig Gitarre spielen zu lernen. Habe die Übungseinheiten die letzten Monate sträflich vernachlässigt. Positiv war, dass ich die meisten Akkorde und Lieder noch spielen konnte. Negativ, dass mir meine Fingerkuppen wieder richtig weh tun. *hmpf* Derzeit kämpfe ich gerade mit meinem ersten Barré-Griff, dem F-Dur. Den einfachen kleinen Barré bekomme ich schon ganz gut hin, aber der Große ist derzeit ein einziger Krampf. Da der Griff aber in vielen Liedern, die ich gerne lernen möchte, verwendet wird, werde ich wohl nicht drum herum kommen.
Apros Pros, wenn jemand “zufälliger” Weise die Tabs von “Fly away” von Veljanov haben sollte, wäre ich unglaublich dankbar, wenn ich diese bekommen würde. Ich liebe dieses Lied! Außerdem trifft es genau meine Gesangstonlage. :-) Für eine Frau habe ich nämlich eine sehr tiefe Gesangsstimme. Diese habe ich übrigens erst vor 2 Jahren entdeckt. Seit dem singe ich jeden Tag mit wachsender Begeisterung. Vorher versuchte ich immer hoch zu singen, mit dem Ergebnis, dass selbst die Katzen bei dem Gejammer reiß aus genommen haben. ;-) Meine Gesangsstimme habe ich bei einem Chant-Workshop von Moira gefunden. Wie sagte sie so schön: “Schwarze Seele - schwarze Stimme.” Und ein anderer Freund meinte damals: “Es ist ein Wunder, dass die Stimme eines so kleinen Persönchens so ein Volumen haben kann.” Sofern ich mich selbst irgendwann auf Gitarre begleiten kann, werde ich mal einige Lieder online stellen. Das kann aber dauern. ;-)

So, und nun werde ich mich ins Traumland begeben. Ich wünsche euch eine angenehme Nacht. Träumt und schlaft schön!

Helium 3 Abbau auf dem Mond

Diverse “Weltraumnationen” planen den Abbau von Helium 3 auf dem Mond und sehen darin die Lösung unserer Energieprobleme.
Zur Zeit werden bei der Kernschmelze die Atomkernen von Wasserstoff benutzt. Das führt jedoch zu erheblichen Problemen, da zum einen die nötige Temperatur von über 100 Millionen Grad Celsius nicht lange genug gehalten werden kann und zum anderen bei der Fusion ca. 80 % Neutronen entstehen. Die Neutronen lassen sich derzeit jedoch nicht in Energie umwandeln und zerstören zu dem die Innenwände des Reaktors. Dadurch verursachen sie sehr viel Atommüll.
Vor einiger Zeit haben Forscher herausgefunden, dass Helium 3 als Ausgangsstoff für eine “umweltfreundliche” Kernfusion verwendet werden kann. Der Energiegewinn der Kernschmelze vom Helum 3 zu Helium 4 ist zwar geringer als bei der Fusion von Wasserstoff zu Helium, doch birgt einige entscheidene Vorteile. Helium 3 ist nicht radioaktiv. Zudem entstehen bei der Kernschmelze keine klimaschädlichen Emissionen. Desweiteren werden weniger Neutronen freigesetzt, wodurch die Reaktoren wesentlich länger laufen könnten.
Es gibt jedoch ein Problem: Helium 3 kommt auf der Erde nur extrem selten vor. Man findet es z.B. in ausgebrannten Atomwaffen… Im Mondboden soll es jedoch nach vorsichtigen Schätzungen ca. eine Million Tonnen Helium 3 geben. Damit wäre die Energieversorgung der Erde nach heutigem Wissensstand über hunderte Jahre gesichert. Auf den Mond ist das Helium 3 über Millionen von Jahren durch die Sonnenwinde gelangt, welche den Boden damit angereichert haben. Auf der Erde ist dies durch unser Magnetfeld nicht möglich.
Nun arbeiten diverse Weltraumnationen daran, den industriellen Abbau von Helim 3 auf den Mond zu realisieren.

Tja. Ich persönlich weiß nicht so recht, wie ich das finden soll. Auf der einen Seite scheint es eine interessante Variante zur Energiegewinnung zu sein. Auf der anderen finde ich die Vorstellung, dass unsere Generationen die letzten sein werden, die den Mond so kennen, wie er ist, total grausam. Bei dem Gedanken, dass auf dem Mond sowas wie Bergbau betrieben wird, wird mir einfach nur übel. Es reicht uns also nicht mehr die natürlichen Ressourcen unserer Erde auszubeuten, sie zu vernichten… nun machen wir uns daran den Weltraum auszuplündern. Wohin wird uns das alles noch führen?

Quelle

Klimawandel anfassbar: Nasa - World of Change

Seit zehn Jahren veröffentlicht die NASA auf ihrer Internetseite Earth Observatory Bilder von EOS-Forschungssatelliten. Dieses Jubiläum inspirierte sie dazu die Foto-Serie “World of Change” zu veröffentlichen. Sie zeigt die dramatische Veränderungen unseres Planetens im vergangenen Jahrzehnt. Urwälder werden vrschlungen, der ehemals größte See der Erde verschwindet, Städte expandieren, das Eis schmilzt…

World of Change - Welt der Veränderung - Umweltzerstörung und Klimawandel anfassbar.

Mein erstes richtiges Schnitzmesser

messer

Letztes Wochenende waren Jen und ich bei meinem lieblings Künstlerladen. Natürlich schaffte ich es mal wieder nicht durch den Laden zu gehen, ohne dass ein wundervoller 20 kg Speckstein wie von Zauberhand getragen in meinen Wagen schwebte…  Naja, eher mit stöhnen und ächzen reingewuchtet wurde. Oh und er ist so schön!

Was ich eigentlich erzählen wollte, an dem Tag erstand ich dort mein erstes richtiges Schnitzmesser! Dieses Wochenende habe ich den Griff abgeschliffen, weil irgendwer mal wieder der Meinung war ihn lackieren zu müssen… Danach habe ich ihn mit Brandmalerei verziert. Auf der einen Seite befindet sich nun eine Göttin und auf der anderen der Leitspruch, den ich von meiner Göttin zu meinem Übergangsritual 2007 zur Seite gestellt bekam.

Lebe - Vertraue ° Liebe - Vertraue

Samstag ließ ich dann das erste Mal die Klinge durchs Holz gleiten. Ich habe mich dabei gefreut, wie ein kleines Kind. Es war so unbeschreiblich toll! Das Messer glitt ganz sanft durchs Holz und in meinen Händen entstand eine neue kleine Göttin. Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich werde mir wohl noch 1-2 weitere Messer mit anderen Klingen holen. Hach, das Werkelleben kann so schön sein!

Auf dem Foto seht ihr übrigens die Akelei und den Beinwell auf meinem Balkon. Der explodiert seit Wochen vor sich her. Die Kerbel ist gerade dabei meine schönen Walderdbeeren zu überwuchern… *hmpf* Nächstes Wochenende werde ich wohl schon wieder einige Pflanzen umquartieren müssen… Trotzdem finde ich es total beeindruckend, wie alles um uns herum wächst und gedeiht. Wie das Leben sich selbst feiert.

Dem entsprechend: Genießt das restliche Wochenende, das grandiose Wetter und vor allen Dingen euch selbst und das Leben!

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